Hülsmann Brauerei


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Gaststätten

Gastwirtschaften


Eine Gastwirtschaft, auch Gaststätte, Wirtshaus oder Wirtschaft genannt, ist ein gastronomischer Betrieb, in dem Getränke oder Speisen zum sofortigen Verzehr verkauft werden und der hierzu eine Aufenthaltsmöglichkeit bietet. Der Begriff "Gastwirtschaft" umfasst nach dem deutschen Gaststättengesetz die "Schankwirtschaft" (d. h. Getränke werden zum Verzehr an Ort und Stelle ausgeschenkt). Desweiterem bedarf die Gastwirtschaft nach dem Gaststättengesetz einer Gaststättenkonzession. Die Gaststättenerlaubnis gilt für eine bestimmte Betriebsart (Schankwirtschaft, Speisewirtschaft), für bestimmte Räumlichkeiten und für eine bestimmte Person (Gastwirt).

Die Gastwirtschaften waren zumeist an eine Brauerei gebunden. Sie halfen den Wirten beim Einrichten von Gaststätten mit Darlehen, die durch die Bierabnahme abgelöst werden mussten. Die Biermarke der Brauerei zeigte sich als Leuchtwerbung über dem Tresen.

Trinkfreudig und auch trinkfest waren die Eickeler schon seit grauer Vorzeit, wovon nicht nur die Geschichte der Brauerei, sondern auch 19 Kneipen künden, die sich bis zum Krieg im Glanze der Hülsmann-Wappen-Krone um den Eickeler Markt sonnten. Das waren doppelt so viele Kneipen, wie die ganze Hauptstraße von Wanne bis Crange hatte. Um den Eickeler Markt und zu Füßen des Sudhauses lagen Nottebaum, Rendel, Stöckmann, Brüggemann, Erinnerungen werden wach bei dem Namen: "Zum wilden Mann" (Bauer), "Vatikan" (Teipel), "Meistertrunk" (Silberkuhl) "Prinz Heinrich" (Feldmann), "Deutsches Haus" (Noll), "Domschänke" (Kemper), "Alt-Eickel" (Feldhege), "Apenfranz" (van Hoegen), "Zur Quelle" (Vornbaum), "Hauptwache" (Harms), "Heisterkamp" (Heitkamp), "Friedgras" (Feldmann), "Zur Dohle" (Dohle), "Peter in der Fremde" (Heckert), "Zur deutschen Eiche" (Schrinner), und "Eickeler Feld" (Fischer). Viele Gaststättenamen sind bis heute erhalten geblieben.















Diese historische Aufnahme (fünf Männer um ein Hülsmann Bierfass mit 100 Liter Inhalt, aufgenommen im Jahre 1901), belegt wie trinkfreudig und trinkfest die Eickeler Bürger waren.

Folgende Gastwirtschaften der Hülsmann Brauerei liegen als Photographin vor:

Innenansicht eines unbekannten Schankraumes, einer Gastwirtschaft um 1895. Auf der Preistafel links stehen folgende Getränke:
Glas Grog 25 bis 30 Pf., Tasse Kaffee 20 Pf., Tasse Milch 10 Pf., Tasse Kraftbrühe mit Brötchen 20 Pf.

Innenansicht der Gastwirtschaft von Heinrich Bönnebruch in Eickel, Bismarckstraße 4, um 1920, heute Gaststätte "Der Meistertrunk" Richard-Wagner-Straße 2.

Ansicht des Markmann`schen Kotten der Exportbierbrauerei Hülsmann, aufgenommen um 1935. Das Fachwerkhaus stand am Eingang der Zwiebelgasse und wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und nicht mehr aufgebaut.
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Das Gasthaus "Zum wilden Mann" von Caspar Beck am
Eickeler Markt 3 um 1935. Das Backsteinhaus wurde
im Zweiten Weltkrieg zerstört und nicht mehr aufgebaut.

Auf der linken Seite, das Gasthaus von Karl Rösener, Eickeler Markt 12, aufgenommen Ende der 1970er Jahre. Heute befindet auf der rechten Seite die Gaststätte Köpi am Markt.

Ansicht der Gaststätte "Kamini", Eickeler Markt 5, aufgenommen Ende der 1970er Jahre.

Linke Seite, Gaststätte "Der Meistertrunk" Richard-Wagner-Straße 2, aufgenommen im Jahre 1988.


Gastliches Eickel, Innenansicht der Gaststätte "Der Meistertrunk" Richard-Wagner-Straße 2, aufgenommen Ende der 1970er Jahre.


Rechte Seite, Blick auf die Schankwirtschaft "Zur Dohle" von Bernhard Dohle, Ecke Hauptstraße und Friedgrasstraße um 1935.


Ansicht der Wirtschaft von Carl Mertens, Ecke Pluto- Steinbergstraße in Röhlinghausen aufgenommen um 1910.

Die Gastwirtschaft von Heinrich Werner in Röhlinghausen, an der Ecke Königsgruber Straße und Hannoverstraße, aufgenommen um 1910.

Die Gastwirtschaft "Der Stachel", linker Eingang, an der Ecke Hauptstraße / Am Alten Amt in Wanne. Im rechten Eingang befand sich die Gastwirtschaft "Der Igel", Am Alten Amt. Das Bild wurde um 1930 aufgenommen.

Die Gastwirtschaft von Carl Schule in der Bahnhofstraße heute Hauptstraße, um 1930. Das Fachwerkhaus befand sich gegenüber dem heutigen Bresser Haus.

Die Gaststätte "Postkutsche" Wanner Straße um 1950. Das Gebäude fiel der Stadtteilsanierung zum Opfer.

Das Pferdefuhrwerk steht vor der Pferdemetzgerei Emil Kettler auf der Hindenburgstraße, der heutigen Hauptstraße. Gegenüber befindet sich das Kaufhaus Woolworth. Die Aufnahme entstand 1936.

Die Gastwirtschaft "Zur Kaisereiche" von Heinrich Nottebaum, später Gasthaus "Zur Post" in Wanne, an der Ecke Wanner Straße und Friedhofstraße, aufgenommen um 1920. Das Gebäude fiel der Stadtteilsanierung zum Opfer.

Gastliches Wanne-Eickel aufgenommen im Jahre 1971.


Innenansicht der Eckgaststätte "Zum Stachel" von Ewald Ulland, Ecke Hindenburgstraße (Hauptstraße) Kaiser-Wilhelm-Straße (Am Alten Amt) aufgenommen um 1932. An der linken Wand befinden sich Zeichnungen von Ludwig Hohlwein aus München.

Werbeschild aus Glas um 1925.















Innenansicht von Haus Lansing, Holsterhausen im Jahre 1983.
Die Gastleute waren Heinz und Renate Müller.
Im Ausschank: Eickel Pils.

Heute ein begehrtes Sammlerobjekt, ein Stuhl der Brauerei Hülsmann.

Werbe-Leuchtreklame

Die Namen der Gastwirtschaften sind heute fast alle vergessen. Die bunten Neonwerbeschilder aber sind teilweise erhalten geblieben. Sie sind heute ein Kleinod für jeden Sammler.

Fotonachweis: Sammlung Heinrich Lührig, Bernhard Jablonski, Friedel Schlickmann.

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