Hülsmann Brauerei


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Deckel Liste 1

Bierdeckel

Vom Bierfilz zum Bierdeckel


Jeden Tag stellen Millionen Gäste ihr Glas darauf ab, der Wirt vermerkt mit einem Bleistiftstriche die Menge des ausgeschenkten Bieres darauf und nach der Abrechnung schließlich wandert er in den Müll. Der Bierdeckel, ein unscheinbarer Wegwerfartikel, der seit mehr als einem Jahrhundert aus unserem Leben nicht wegzudenken ist.

Der sächsische Holz-Unternehmer Robert Sputh (1843-1913) gilt als Erfinder des Bierdeckels, den er sich am 25. Oktober 1892 beim deutschen Reichspatentamt Dresden durch das Patent Nr. 68499 als Herstellungsverfahren für einlagige Holzfilzplatte schützen ließ. Danach wurden im sächsischen Sebnitztal Millionen Bierdeckel hergestellt, bis im März 1937 die Sputhmühle durch ein Feuer völlig vernichtet wurde.

Zwischen 1928 und 1960 wurden auf der ersten fast vollautomatischen Biertellerguss-Maschine runde Bierdeckel aus Holzschliff hergestellt. Gleichzeitig entstand die Idee, die Bierdeckel zu bedrucken und als Werbeträger einzusetzen.

Ein weiterer Mittbewerber für die Bierdeckelherstellung war die Firma Katz aus Weisenbach im Murgtal. Casimir Katz (1856-1919) begann im Jahre 1903 die ersten Bierdeckel aus dem Abfallprodukt Sägespäne industriell zu fertigen. Die erste automatische Bierdeckeldruckmaschine produzierte im Jahr 1930 schon 30.000 Bierdeckel am Tag, 1969 wurde die Produktion auf eine Million Bierdeckel gesteigert. Seit Oktober 2009 gehört die Katz Group, Weltmarktführer bei der Herstellung von Bierglasuntersetzern (über zehn Millionen täglich) zum Koehler-Konzern.

Der Bierdeckel ist mittlerweile Werbeträger und Kultobjekt und aus den Kneipen nicht mehr wegzudenken.


Vorkriegsdeckel, gedruckt ca. 1912.
Vorderseite, Aufdruck Hülsmann Biere in Blau.
Rückseite ist gleich Vorderseite.
Am untersten Rand der Aufdruck: Eugen Lange Breslau.

Vorderseite Aufdruck, Hülsmann Bier in rot.
Rückseite ist gleich Vorderseite.
Der Deckel wurde vor 1925 hergestellt
(siehe Deckelliste 2 unter "Kurioses").



Vorderseite, Aufdruck Hülsmann Bier in grün.
Der Deckel wurde um 1925 hergestellt.


Rückseite, leer.
Hersteller nicht bekannt.


Vorderseite, Aufdruck Hülsmann Bier in rot.
Der Deckel wurde um 1925 hergestellt.


Rückseite, Aufdruck Hülsmann Bier in blau.
Der Deckel wurde um 1925 hergestellt.


Vorderseite, Aufdruck Hülsmann Bier in rot.
Der Deckel wurde um 1925 hergestellt.

Rückseite, Aufdruck Hülsmann Bier in grün.
Der Deckel wurde um 1925 hergestellt.

Osthushenrich, Glashütte


Die Pappen- und Papierfabrik Osthushenrich in Heidenau bei Dresden kaufte 1926 in Glashütte eine in Konkurs gegangene Papierfabrik. Osthushenrich hatte schon 1926 in seiner Fabrik in Heidenau Versuche mit der Herstellung von Bierglasuntersetzern in Zusammenarbeit mit Robert Sputh gestartet und nach dem Erfolg die Ausweitung der Produktion beschlossen.


Vorderseite, Aufdruck Hülsmann Bier in rot.
Das Hülsmann "h" und die Krone sind geschlossen.
Am untersten Rand der Aufdruck:
Osthushenrich Werne AG. Glashütte S.A.
Der Deckel wurde 1927 hergestellt.



Rückseite, Hülsmann Bier, Fassroller und Spruchband:
DER NAME BÜRGT FÜR QUALITÄT - in blau.
Am untersten Rand der Aufdruck:
Osthushenrich Werne AG. Glashütte S.A.
Der Deckel wurde 1927 hergestellt.


Vorderseite, Aufdruck Hülsmann Bier in rot.
Rückseite, leer.
Der Deckel wurde um 1930 hergestellt.
Hersteller nicht bekannt.


Vorderseite, Aufdruck Hülsmann Bier in rot.
Die Arbei wurde präziser und genauer ausgeführt.
Der Deckel wurde um 1935 hergestellt.
Hersteller nicht bekannt.


Rückseite, Aufdruck der Hülsmann-Krone und Spruchband:
TRADITION QUALITÄT RUF - in blau.
Der Deckel wurde um 1935 hergestellt.
Hersteller nicht bekannt.



Vorderseite, Aufdruck Hülsmann Bier in rot.
Markenlogo "h" und Krone wurden geändert.
Der Deckel wurde um 1940 hergestellt.
Hersteller nicht bekannt.


Rückseite Seite, Aufdruck Hülsmann Pils in rot.
Markenlogo "h" und Krone wurden geändert.
Der Deckel wurde um 1940 hergestellt.
Hersteller nicht bekannt.


Vorderseite, Aufdruck Hülsmann Pils in rot.
Der Deckel wurde um 1942 hergestellt.
Hersteller nicht bekannt.


Rückseite Seite, Aufdruck: Fünf Biersorten in rot.
Der Deckel wurde um 1942 hergestellt.
Hersteller nicht bekannt.


Aufdruck in schwarz:
ÜBERALL FÜR ALLE SPARKASSE
DER STADT WANNE-EICKEL
Hersteller nicht bekannt.

Aufdruck in schwarz: Emscherpferd (Denkmal als Strichzeichnung).
Das Denkmal wurde am 23. April 1960 in der Heidstraße aufgestellt.
Der Deckel wurde 1960 hergestellt.
Hersteller nicht bekannt.


Vorderseite, Aufdruck Hülsmann Pils, geschlossener Rand, in rot.
Der Deckel wurde 1961 hergestellt.
Hersteller nicht bekannt.


Rückseite Seite, Aufdruck:
Denkmal des Emscherbrücher Wildpferdes in Wanne-Eickel.
Das Denkmal wurde am 23. April 1960 in der Heidstraße aufgestellt.
Der Deckel wurde um 1961 hergestellt.
Hersteller nicht bekannt.


Vorderseite Seite, Aufdruck Hülsmann Pils in rot, ohne Rand.
Der Deckel wurde um 1961 hergestellt.
Hersteller nicht bekannt.

Rückseite Seite, Aufdruck:
Denkmal des Emscherbrücher Wildpferdes in Wanne-Eickel.
Das Denkmal wurde am 23. April 1960 in der Heidstraße aufgestellt.
Der Deckel wurde um 1961 hergestellt.
Hersteller nicht bekannt.

















Vorderseite Seite, Aufdruck Hülsmann Pils in rot, ohne Rand.
Der Deckel wurde 1967 als Wappen-Serie hergestellt.
Hersteller nicht bekannt.


Rückseite Seite, Aufdruck in schwarz
Wappen der Familie Hülsmann von 1411.
Der Deckel wurde 1967 hergestellt.
Hersteller nicht bekannt.


Rückseite Seite, Aufdruck in schwarz
Wappen derer von Eickel 1304-1455.
Der Deckel wurde 1967 hergestellt.
Hersteller nicht bekannt.


Rückseite Seite, Aufdruck in schwarz
Wappen der Familie Rump (links) und Eickel (rechts).
Der Deckel wurde 1967 hergestellt.
Hersteller nicht bekannt.


Rückseite Seite, Aufdruck in schwarz
Wappen der Familie Hugenpoet.
Der Deckel wurde 1967 hergestellt.
Hersteller nicht bekannt.


Rückseite Seite, Aufdruck in schwarz
Wappen der Familie Knipping.
Der Deckel wurde 1967 hergestellt.
Hersteller nicht bekannt.


Rückseite Seite, Aufdruck in schwarz
Wappen der Familie von Strünkede.
Der Deckel wurde 1967 hergestellt.
Hersteller nicht bekannt.


Vorderseite Seite, Aufdruck Hülsmann Pils in rot, ohne Rand.
Der Deckel wurde 1971
zur 70. Bierdeckel-Tauschbörse hergestellt.
Hersteller nicht bekannt.


Rückseite Seite, Aufdruck in schwarz.
Internationale Intressengemeinschaft
der Bierdeckelsammler Duisburg.
Die Tauschbörse fand in der Gaststätte Meistertrunk in Eickel statt.
Hersteller nicht bekannt.


Vorderseite Seite, Aufdruck Hülsmann Pils in rot, ohne Rand.
Der Deckel wurde 1972
zur 537. Cranger Kirmes hergestellt.
Hersteller nicht bekannt.


Rückseite Seite, Aufdruck in schwarz.
Grösstes Volksfest im Ruhrgebiet Cranger Kirmes
vom 3. bis 8. August 1972.
Hersteller nicht bekannt.


Vorderseite Seite, Aufdruck in rot, mit Schriftrand.
Der Deckel wurde 1973
zur 538. Cranger Kirmes hergestellt.
Hersteller nicht bekannt.


Rückseite Seite, Aufdruck mit Windrad von Helmut Bettenhausen.
Cranger Kirmes in Wanne-Eickel
vom 3. bis 12. August 1973.
Hersteller nicht bekannt.


Quellennachweis: Schade, Udo, Wir und Bier, 50 Jahre Internationaler Brauereikultur-Verband e.V. (IBV), 2008.
Fotonachweis: Sammlung Heinrich Lührig, Christian Knops, Karl-Heinz Schuster, Bernhard Jablonski.

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