Hülsmann Brauerei


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Chronik

Die Geschichte der Traditionsbrauerei Hülsmann


Während im benachbarten Bochum urkundlich schon im Jahre 1321 das Altbier gebraut wurde, stand in Eickel erst im Jahre 1664 urkundlich die Braukessel beim Mummenhoff, Middeldorf genannt Markmann und Stimmbeck (Bönninghausen) und ein Branntweinkessel bei Böker. Die Besitzer dieser Braukessel waren Landwirte und Handwerker.

Die Exportbier-Brauerei Heinrich Hülsmann zählte zu den ältesten Familienbrauereien der Emscher-Ruhr Region. Der Markmann`sche Kotten mit Braustätte stand am Eingang der Zwiebelgasse in Eickel. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahre 1692. Es kann jedoch mit einiger Sicherheit gesagt werden, dass hier bereits Anfang des 16. Jahrhunderts gebraut wurde, was aus der Türkensteuerliste des Märkischen Amtes Bochum vom Jahre 1542 und dem Feuerstättenverzeichnis des Jahres 1664 hervorgeht, wonach Markmann mit 17 Stüber Steuern veranlagt wird. Gebraut wurde ausschließlich für den Eigenbedarf. Bauer Markmann, wie auch andere Bauern der Umgebung (Mummenhoff, Bönninghaus) brauten hier, um im Sommer und während der Erntezeit für sich und ihre Knechte einen kühlen und kräftigen Trunk zu haben.

Brauerei Hülsmann am Eickeler Markt um 1900.

Belegschaft der Brauerei Hülsmann aus Eickel im Jahre 1905.

Für gewerbliche Produktion fehlten in der armen und dünn besiedelten Region die Absatzmöglichkeiten. Im Laufe der Jahre wurde die Hausbrauerei bei Mummenhoff und Bönninghaus eingestellt. Markmann braute weiter und erhöhte die Bierproduktion um den steigenden Bedarf zu decken. Im August 1789 vergrößerte Johann Heinrich Markmann seinen Braubetrieb und stellte einen Knecht als ersten Brauburschen ein. Der Transport des Bieres erfolgte mit Pferd und Wagen. Da das Kötterhaus allmählich zu klein geworden war, wurde es abgerissen und ein Fachwerkhaus errichtet, das bis zu seiner Zerstörung im Zweiten Weltkrieg als Wohn- und Bürogebäude diente. Auch die Braustätte wurde umgebaut und vergrößert, denn das Bier war mittlerweile weit über Eickel hinaus bekannt, so dass die Bierwagen über den Gahlenschen Kohlenweg ins Ruhrtal zu den Kohlegräbern und über die Dorstener Straße ins nahe Münsterland fuhren.




Nach dem Tod Georg Heinrich Diedrich Markmann, des letzten Namensträger der Familie, erbte seine Witwe Luise den gesamten Besitz. In zweiter Ehe heiratete sie am 27. September 1852 Heinrich Hülsmann, selbst Besitzer einer Brennerei und einer Likörfabrik. Es erfolgte die Umbenennung der Brauerei in Heinrich Hülsmann. Das Anwesen bestand zu dieser Zeit aus der kleinen Brauerei, einer Gastwirtschaft, einer Bäckerei, einer Spezereihandlung (Gewürzladen) und der Landwirtschaft.


Biertransport mit einem Prunkwagen der Brauerei zum Auftakt der Stadtwerdung von Wanne-Eickel im April 1926.



Die Hülsmann-Wirtschaft hat zusammen mit der dörflichen Brauerei, wie das auf dem Lande auch heute noch teilweise so üblich ist, immer im Mittelpunkt gestanden. Aus den Aufzeichnungen des ehemaligen Pfarrer Beckmann aus Eickel geht hervor, dass bei Hülsmann seit 1769 die Martinis- Bruderschaft tagte. Neben den sozialen Aufgaben hatte diese auch den bekannten westfälischen Schalk im Nacken, und es ist kein Zufall, dass ihr Hauptabend immer der 11. November war.








"Met de Bäirwagen unnerwiägens", aufgenommen auf dem Hof der Brauerei im Jahre 1898.

Heinrich Hülsmann war ein guter Bauer und hervorragender Geschäftsmann. Er erkannte in der beginnenden Industrialisierung eine Chance für seinen Betrieb. Mit Hilfe einer Sparkassen-Hypothek von 8 000 Talern baute er 1869 ein massives Brauhaus mit einem Sudwerk für die Dampfkochung, als erste Dampfbierbrauerei im westfälischen Raum.

Nach dem für Preußen siegreichen Ausgang des Krieges 1870/71 setzte eine Hochkonjunktur ein, bei der sich auch der Bierausstoß auf 80 000 Hektoliter jährlich erhöhte. Im Jahre 1900 hatte der Braubetrieb bereits siebzig Mitarbeiter und einen Bierausstoß von 100 000 Hektoliter. In den Jahren 1908 bis 1915 erfolgte der maschinentechnische Ausbau der Brauerei. 1920 wurde eine neue Flaschenfüllanlage eingerichtet, die 50 000 Flaschen pro Tag abfüllen konnte. Die Anschaffungen steigerten die Produktionsmöglichkeiten auf 120 000 Hektoliter pro Jahr. Von da an wurde Hülsmann zu den Großbrauereien zählte.



Bauzeichnung vom Kesselhaus, abgestempelt 1908.

Bauzeichnung vom Sud- und Treberhaus,
Maßstab 1:100, abgestempelt Mai 1915.

Die Villa des Brauereibesitzers Heinrich Hülsmann, Bismarckstraße 14 heute Richard-Wagner-Straße 14 um 1920. Die Bomben des Zweiten Weltkrieges zerstörten das Haus, heute steht hier eine moderne Wohnbebauung.


Während im Ersten Weltkrieg das Stammhaus und die Brauereigebäude unversehrt geblieben waren, zerstörten die Bomben des Zweiten Weltkrieges das Werksgelände und die Brauerei sehr stark. Durch 65 Sprengbomben, die auf das Werksgelände fielen, wurde das 125 Jahre bestehende Stammhaus dem Erdboden gleich gemacht. Man zählte 15 Angriffe, die auf Alt-Eickel niedergingen, dadurch wurden 70 Prozent der Gebäude, Maschinen, Eisfabriken, Fuhrwerke, Pferde, Kraftfahrzeugen, Flaschen- und Fassmaterial zerstört.

Die Aufnahme des Brauens nach dem Krieg gestaltete sich äußerst schwierig. Wesentliche Rohstoffe wie Hopfen und Malz fehlten, ein Vollbier konnte nicht gebraut werden. Werner Hülsmann, stand vor schier unlösbaren Problemen. In dieser schwierigen Situation gelang es nach vielen vergeblichen Versuchen dem damaligen Braumeister Josef Baptist Niedermaier, ein waschechter Bayer, von der Paulaner Salvator Brauerei München zu holen. Er löste nach 36 Jahren tätigkeit den Braumeister von der Münchener Thomas-Brauerei ab, der ein paar Jahrzehnte das Eickeler Bier gebraut hatte.


Blick auf die Hülsmann Brauerei mit dem Brauereiturmhaus (rechts) des Architekten Robert Lohse.

Das Fassbierlager der Hülsmann Brauerei.

Nach dem Krieg wurde langsam aber stetig aufgebaut und als am 15. September 1948 nach vierjähriger Pause, das erste Schwachbier wieder gebraut wurde, atmeten alle in der Brauerei auf. Die Dünnbierzeit war vorbei. Rund 6 Millionen Liter sind hiervon in vier Jahren gebraut und im "Kohlenpott" getrunken worden. Auch die Eisproduktion lief wieder auf vollen Touren. Abnehmer waren die Wirte des Ruhrgebietes, die Wanne-Eickeler Metzger und nicht zuletzt die Krankenhäuser, denen schon oft wenn Not am Mann war, die Brauerei die eisigen Stangen lieferte.

Wappen der Familie Hülsmann.

Gustav Werner Hülsmann (1890-1962)
Brauereidirektor und Kunsthistoriker.
















Grabstätte der Familie Hülsmann auf den
evangelischen Friedhof an der Lohofstraße in Eickel.

Der letzte Namensträger Werner Hülsmann verstarb nach längerer Krankheit am 26. Juni 1962. Seinem Wirtschaftlichen Geschick war es zu verdanken, das im Boom des Wirtschaftswunders der alte Familienbetrieb nach modernen Maßstäben wieder aufgebaut und die Bierstätte im alten Glanz erstrahlte. Alleinerbin wurde Maria Ursula Hülsmann, sie lenkte von nun an die Geschicke der Brauerei, die zu diesem Zeitpunkt einen Braumeister, einen Brauführer, und 86 weitere Mitarbeiter beschäftigte. Für den Vertrieb standen 12 Lastwagen zur Verfügung. Produziert wurden verschiedene Biersorten wie Pils, Export, Ultra-Bock, Nährborn, Pils-Luxus, Urtyp und Schwarzbier. Hinzu kam die Produktion zweier nichtalkoholischer Kultgetränke jener Zeit, Bluna und Afri-Cola. Eine große Zahl von brauereieigenen Gaststätten, bis weit über unsere Region hinaus, sorgten für guten Absatz und das Bier galt unter Kennern als eines der feinsten weit und breit.

Ansicht der Brauerei um 1970.

Ansicht der Brauerei im Sommer 1981.

Um den Fortbestand der Traditionsbrauerei Hülsmann zu sichern, wurde am 1. Juli 1964 die Einzelfirma in eine Gesellschaft umgewandelt, deren alleiniger Gesellschafter Hermann Müller war. In seiner Ära ging es mit der Brauerei Hülsmann langsam und später immer zügiger bergab. Durch Verkauf von Gaststätten an andere Brauereien wurde der Betrieb lange Zeit über Wasser gehalten. Im Jahre 1988 beschäftigte die Hülsmann Brauerei laut eigener Aussage einen Braumeister, einen Brauführer und 40 Betriebsangehörige.

Fotonachweis: Brigitte Kraemer


Mitarbeiter bei der Fassabfüllung Anfang der 1978er Jahre.

Fotonachweis: Brigitte Kraemer


Für viele Eickeler Bürger ein vertrauter Anblick, Mitarbeiter
bei der Bierverladung Anfang der 1978er Jahre.


Um die Eigenkapitaldecke zu verbessern und somit auch die Brauerei als Braustätte für die Zukunft zu sichern, wurde nach wirtschaftlichen Partnern als Beteiligungsgesellschafter Ausschau gehalten. Auf einer Pressekonferenz am 2. Dezember 1988 konnte die neue "Firmenehe" mit den Geschäftsführern Darzen Pfeifer-Nowak (er löste 1986 Hermann Müller als Geschäftsführer ab) und Harald Vogt (Horst Hermann KG) vorgestellt werden. Diese "Firmenehe" war der Auslöser für den Untergangs der Traditionsbrauerei Heinrich Hülsmann.


Eickel ohne Hülsmann konnten sich die Eickeler Lokalpatrioten nicht vorstellen. Doch als am 15. September 1989 der Vergleichsverwalter Dr. Wulf Joneleit gegen Mittag das Ruder der Hülsmann Brauerei übernahm befanden sich 1 400 Mark und ein paar Groschen in der Tageskasse der Traditionsbrauerei Hülsmann. Einige Gläubiger versuchten, ihre teils beträchtlichen Forderungen in buchstäblich letzter Minute einzutreiben. Doch sie mussten unverrichtete Dinge abziehen.

Der Vergleichsverwalter erklärte später in einem WAZ Interview: "Ein Konkursverfahren wäre schon vor Jahren fällig gewesen. Dieses wäre die wirtschaftlich sinnvollste Lösung gewesen. Die hohen Verluste wurden aber immer wieder durch Grundstücksverkäufe kompensiert. " Der Jurist äußerte die Meinung, dass sich der ehemalige Mehrheitsgesellschafter Hermann Müller ein wesentliches Vermögen hätte erhalten können, wenn er selbst den Gang zum Konkursrichter angetreten hätte.

Am 16. März 1992 erfolgte in der WAZ folgende Bekanntgabe: HRB 1005-13.3.1992- Hülsmann-Bräu Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Wanne-Eickel. Die Gesellschaft ist von Amts wegen gelöscht aufgrund des § 2 des Gesetzes über die Auflösung von Gesellschaften und Genossenschaften vom 9. Oktober 1934. Amtsgericht Herne-Wanne. Damit war das Aus der Brauerei amtlich.

Anzeige der WAZ vom 20. November 1989.

Die Tore der Brauerei schlossen sich Ende 1989 für immer.

Mit einem gemeinsamen Antrag haben am 8. Dezember 1992 SPD, CDU und Grüne in der Bezirksvertretung Eickel Herners Stadtdirektor und- Kämmerer Heinz Drenseck aufgefordert, unter Mitwirkung des Ministeriums Zöpel Verhandlungen über den ungeteilten Erwerb des Hülsmann-Gelände zu betreiben.

Darüber hinaus wurde die Verwaltung gebeten, in Zusammenarbeit mit Ministerien Universitäten, Industrie- und Handelskammern Nutzungskonzepte für die unter Denkmalschutz stehenden Brauereigebäude zu entwickeln. Nach Aussage des Bezirksvorstehers Manfred Eckenbach sah Eickel bei einem Abriss des Brauereiareals eine städtebauliche Jahrhundert Chance.

Am Montag den 6. Januar 1992 begannen die Vorbereitungsarbeiten hierzu. Das Abbruchunternehmen Mensing aus Billerbeck beginnt ein paar Tage später mit den Abbrucharbeiten Zuerst wurden kleine Nebengebäude auf dem Grundstück abgebrochen. Es folgten die Hauptgebäude und die zum Schultenhof gelegenen Bauwerke sowie die Grenzmauern zu den Grundstücken an der Königstraße. Nur Sud- und Treberhaus blieben von der Abrissbirne verschont. Eine gewaltige Steinbrechmaschine kam hier zum Einsatz. Sie zermalte alles, was ihn ihrem Schlund geriet, bis zu 1 000 Tonnen Stein täglich. Das gekörnte Gestein wurde zu riesigen Bergen auf dem Hülsmann-Areal aufgeschüttet. Nach Beendigung der Arbeiten sahen viele Bürger erst die Ausmaßen des Mehr als 13 000 Quadratmeter großen Hülsmann- Komplexes.

Das Abbruchunternehmen Mensing aus Billerbeck beginnt Anfang Januar 1992 mit den Abbrucharbeiten.

Drei Jahre vergingen bis am 07. Februar 1997 Oberbürgermeister Wolfgang Becker den Umbau des stil- und denkmalgerechten Sud- und Treberhauses der ehemaligen Hülsmann Brauerei einweihte. Zur offiziellen Eröffnung hatten sich neben vielen Ehrengästen Ilse Brusis, NRW-Ministerin für Stadtentwicklung, Kultur und Sport, sowie Professor Karl Ganser, Geschäftsführer der Internationalen Bauausstellung Emscher Park (IBA), angesagt, die das 8,85 Millionen Projekt mit 6,28 Millionen Mark bezuschusst hatten.

Das umgestaltete Sud- und Treberhaus zum neuen Bürgerzentrum Eickel, macht nach Aussage vieler Eickeler Bürger einen modernen, einladenden Eindruck. Dabei war es vor dem Umbau noch für die Leitende Architektin Anette Lewandowski eine "Wundertüte". Es befinden sich neben dem Bürgersaal, Teile des Sozial- und Jugendamtes (geschlossen 2011), eine Bücherei (geschlossen Juli 2012) und unter dem Dach das Bürger- und Einwohnermeldeamt (geschlossen 2010). Die Eröffnung der Brauereigaststätte erfolgte am 5. Februar 1997. Sie verfügt über 150 Sitzplätze und zwei große Sudkessel mit einem Fassungsvermögen von je 40 000 Hektolitern, die nicht mehr funktionsfähig sind, aber als Braueriedenkmal die Braukunst dokumentieren sollen. Darüber hinaus bewirtschaftet die Gaststätte den 200 Sitzplatz umfassenden Bürgersaal in der 1. Etage. Auf dem umliegenden Brauereigelände wurde eine Wohnsiedlung mit 120 Wohneinheiten errichtet.

Markantes Beispiel für die Industrie-Architektur zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Viergeschossiges Turmhaus mit vertikal gegliederter Ziegelfassade. Die Fassade der ehemaligen Brauerei ist Erkennungszeichen und Orientierungspunkt für den Stadtteil Eickel und prägt den Westrand des Eickeler Marktplatzes.

Als eine nicht alltägliche Architektur bezeichnete der Geschäftsführer der IBA Emscherpark, Prof. Karl Ganser die heftig umstrittene Wohnbebauung der Hülsmann-Siedlung im Juni 1998. Die Wohnbebauung umfast 120 Wohneinheiten, die sich um einen Innenhof gruppieren.

Hans Joachim Schweiger, er war Pächter (1997 bis 2000) der Gaststätte Heinrich Hagemann. Sie war die Letzte mit Hülsmann Bier belieferte Gaststätte in Wanne-Eickel. Als bekennender Hülsmann Biertrinker erwarb er 1998 die Marken- und Logorechte der Hülsmann Brauerei, mit dem Ziel, das Bier in kleinen Mengen abzufüllen und bei Straßenfeste zu verkaufen. Die Idee wurde von ihm nicht umgesetzt, die Marken- und Logorechte der Hülsmann Brauerei wurden seit dem 1. April 2008 wieder frei.

Ende November 2010 war es aber soweit, die Wiedergeburt der Traditionsmarke Hülsmann. Der neue Stern am Nostalgiehimmel heißt: Hülsmann-Festtagsbier, ein untergäriges Export-Bier. Verkauft wird es in 0,33 Liter Kronkorkenflaschen, die jeweils in einer Holzkiste mit dem Hülsmannschriftzug versehen ist.

Viele heute noch Lebende Eickeler Bürger die mehr oder weniger im Schatten der Brauerei Anlagen aufgewachsen sind, könnten heute noch so manche Episode erzählen, die mit der Brauerei und dem brauereieigenen Gaststätten zusammenhängt. Wo eine Brauerei ist, kann die Schenke nicht weit sein. Eine Bierreise durch Eickel war für manche Junggesellengruppe Eickels allmonatlich Tradition und wenn der Kreis begannen war, wobei in jeder Kneipe nur ein Glas getrunken wurde, sah man recht viele "schwankende Gestalten".

Trinkfreudig und auch trinkfest waren die Eickeler schon seit grauer Vorzeit, wovon nicht nur die Geschichte der Brauerei, sondern auch 19 Kneipen künden, die sich bis zum Krieg im Glanze der Hülsmann-Wappen-Krone um den Eickeler Markt sonnten. Das waren doppelt so viele Kneipen, wie die ganze Hauptstraße von Wanne bis Crange hatte. Um den Eickeler Markt und zu Füßen des Sudhauses lagen Nottebaum, Rendel, Stöckmann, Brüggemann, Erinnerungen werden wach bei dem Namen: "Zum wilden Mann" (Bauer), "Vatikan" (Teipel), "Meistertrunk" (Silberkuhl) "Prinz Heinrich" (Feldmann), "Deutsches Haus" (Noll), "Domschänke" (Kemper), "Alt-Eickel" (Feldhege), "Apenfranz" (van Hoegen), "Zur Quelle" (Vornbaum), "Hauptwache" (Harms), "Heisterkamp" (Heitkamp), "Friedgras" (Feldmann), "Zur Dohle" (Dohle), "Peter in der Fremde" (Heckert), "Zur deutschen Eiche" (Schrinner), und "Eickeler Feld" (Fischer). Viele Gaststättenamen sind bis heute erhalten geblieben und wer mit offenen Augen durch unsere Stadt spaziert, kann sie noch heute finden, die Reliquien der einstigen Traditionsbrauerei Heinrich Hülsmann.

Eingang zum Meistertrunk, Richard-Wagner-Straße 2.

Trinkhalle von Heinrich Kremer, Dorneburger Straße 65.

Giebelfassade Am Alten Amt Ecke, Heitkampsfeld.

Bierpavillon in Eickel.


Quelle: Daniels, Johannes: Geschichte der Ev. Kirchengemeinde Eickel, S. 228 ff.
Hegler, Gustav: Eickel-Wanne einst und jetzt, S. 157 ff.
Der Emscherbrrücher, Ausgabe: 1/1969, S. 31 ff.
Wanne-Eickeler General Anzeiger vom 17. Juni 1925.
WAZ vom 11. März 1989, 16. September 1989, 14. Januar 1992, 10. August 1996.
Lührig, Heinrich: DVD-Film, Geschichte vor Ort: Die Hülsmann Story, Februar 2004.
Heinrich Lührig, Interview mit Dieter Hülsmann, März 2004.
Ausstellung: Ein Bier - von hier, Hülsmann Eickel, 27. Mai 2004.
Interview mit Albert Kittlaus, Oktober 2010.
Fotonachweis: Sammlung Heinrich Lührig.
Weitere Infos unter
: www.huelsmann-bier.de

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