Hülsmann Brauerei


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Bierfässer

Holzfässer


Hergestellt wurden die Holzfässer in der Brauerei nicht. Gleichwohl verfügte die Hülsmann Brauerei über eine eigene Böttcherei. Die Böttcherei oder auch Fassmacherwerkstatt wartete die eichenen Holzfässer. Kamen sie doch des öfteren von den Wirten und Bierverlegen beschädigt oder undicht zurück. Fassreifen mussten erneuert werden, Böden oder Dauben ersetzt oder repariert und die Spund- und Zapflöcher gebohrt werden. Trotz allem blieb das Holzfass lange Jahre das bevorzugte Transportgebinde.

Das Fassbierlager der Hülsmann Brauerei um 1930.

Die mächtigen sechs Eichefässer im Schankraum der Brauerei, aufgenommen im Jahre 1971. Ein Küfer fertigte diese Fässer im Jahre 1852 für die Hülsmann Brauerei an. Sie hatten ein Fassungsvermögen von 80 bis 120 Hektoliter.

Sechs Schaufässer zu je 100 Liter zu einer Pyramide aufgestapelt.
Sie symbolisieren das ehemalige große Wahrzeichen der Hülsmann Brauerei.


Im Jahre 1986 gaben die sechs historischen
Holzfässer ein kurzes Gastspiel an der Spinnbahn.

Ansicht der historischen Holzfässer der Eickeler Hülsmann Brauerei auf dem Cranger Kirmesgelände im Jahre 1989.

Ein Jahr lang standen die historischen Fässer wie bestellt und nicht abgeholt auf dem Cranger Kirmes Gelände an der Heerstraße.
Waren sie doch einst mit der Cranger Kirmes eng verbunden und galten als Zeichen alter heimischer Braukunst.

Seit den 1970er Jahre wurden sie Jahr für Jahr von Eickel in das Dorf Crange transportiert. Hier waren sie an der Ecke Dorstener Straße, Rathausstraße ein Blickfang für durstige Kirmesbesucher von nah und fern.

Sie waren einst ein Wahrzeichen der Cranger Kirmes, die sechs Hülsmann Fässer die seit 1968 an der Ecke Dorstener Straße/Rathausstraße standen.

Die sechs historischen Holzfässer an der Spinnbahn.


Die Fässer der Hülsmann Brauerei, die früher ein Wahrzeichen der Cranger Kirmes waren, befanden sich bis Ende 1993 auf einem Brachgelände an der Kurhausstraße.

Nach dem Konkurs der Brauerei Hülsmann im Jahre 1989 verschwanden die sechs Fässer sprichwörtlich in die Versenkung. Doch was war zwischen zeitlich geschehen?

So berichtete die WAZ vom Januar 1990 mit der Überschrift: "Bubenstück mit Hülsmann Fässern".
Hatte sich doch seiner Zeit der Schausteller Bernd Steinmeister mit den tonnenschweren Fässern für die 555. Jubiläumskirmes beworben, obwohl sie ihm zu diesem Zeitpunkt noch nicht gehörten. Zu diesem Zeitpunkt gaben sich Kirmeswirte und Privatleute bei dem Hülsmann Konkursverwalter Dr. Wulf Joneleit die Klinke in die Hand, um ihr Interesse an den Fässern zu bekunden. Einen Zuschlag hatte aber noch niemand bekommen.

Erst Anfang Juli 1990 berichtete die WAZ: "Hülsmann Fässer bleiben weiter in Wanne-Eickel".
"Der Erwerb der Fässer war mir ein teures Vergnügen", berichtete er der Zeitung. "Aber als ich hörte, dass sie nach auswärts verkauft werden sollen, mochte ich dem nicht tatenlos zusehen. Denn für mich und viele Wanne-Eickeler Bürger", so Bernd Steinmeister, "ist dieses Ensemble ein Stück Heimat, das es zu erhalten gilt".

Im November 1993 wird der Lokalhistoriker Heinrich Lührig auf die Fässer aufmerksam. Sie fristeten ihr Dasein auf einem Hinterhof an der Kurhausstraße. Der Besitzer der Hülsmann Fässer, Bernd Steinmeister erklärte auf Anfrage, er spiele mit dem Gedanken, "die Bier-Behälter demnächst wieder auf der Cranger Kirmes zu präsentieren".

Diese Zusage wurde Ende 1993 getroffen. Was aus den Fässern geworden ist, nachdem das Gelände an der Kurhausstraße bebaut wurde, blieb bis Januar 2017 im Dunkel der Geschichte.


Ende Januar 2017 wurden die Hülsmann-Fässer auf dem neuen Betriebsgelände der Steinmeister Ausschankbetriebe, Op der Heide 3 aufgestellt und zwischengelagert. Ob sie im heutigen Zustand jemals wieder auf Crange zur Kirmes aufgestellt werden ist fraglich.

Aluminiumfässer


In den 1960er Jahre kam dann das Ende des Holzfasses, an seiner Stelle trat das Aluminiumfass, das nur ein Drittel eines Eichefasses wog. Es wurde Ende der 1980er Jahre durch das "Keg-Fass" ersetzt, welches aber bei der Hülsmann Brauerei nicht zum Einsatz kam. Die kleinen 30 Liter und 50 Liter Fässer haben sich heute in der Gastronomie durchgesetzt.

Mitarbeiter bei der Fassabfüllung und bei dem Transport von Aluminiumfässern Anfang der 1978er Jahre.

Quellennachweis: Brauereiarchiv Hülsmann 1968. WAZ vom 11. 01. 1990, WAZ vom 06. 07. 1990, WAZ vom 20. 11. 1993, WAZ vom 22. 12. 1993.
Fotonachweis: Sammlung Heinrich Lührig, Christian Knops, Brigitte Kraemer, Thomas Trosien.

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